Sport Kategorie:

Diesmal im ProduktTEST :

Fat Bike F@R von SE Bikes

ProduktTESTergebnis: sehr gut Getestet von: Michael Deuringer / Markus Deuringer
Testbezug: Das dargestellte Produkt wurde selbst genutzt. Alle aufgeführten Details wurden durch eigene Benutzung festgestellt oder verglichen. Bei den Produkttestern handelt es sich um langjährig erfahrene Biker und begeisterte Outdoorsportler.

Das Produkt

Ein neuer Test - ein neues Highlight! Wir haben diesmal ein richtig exklusives Produkt getestet und hatten richtig viel Spaß dabei! Das Fat Bike F@R von SE Bikes ist ein Mountainbike mit extremem Spaßfaktor. Stabiler Rahmen, saubere Verarbeitung, matte Lackierung...FETTE REIFEN!

Der Rahmen

Der Rahmen dieses Super-Bikes besteht aus einer konisch geformten Aluminium-Legierung, für maximale Stabilität. Da das Bike für das Gelände gemacht wurde und nicht für die Straße, ist der Rahmen dementsprechend ausgelegt. Das bedeutet, dass er an bestimmten Stellen sehr steif ist und an anderen Stellen, z.B. an der Hinterradaufhängung, Vibrationen zulässt. Damit will der Hersteller einerseits einem frühzeitigen Brechen des Rahmens an sensiblen Stellen entgegenwirken, andererseits ein zu starkes Federn an anderen Stellen vermeiden. Das ist deshalb sehr wichtig, da aufgrund der Bulldozer-Reifen, die selbst stark federnd sind, auf den Verbau von Federungen komplett verzichtet wurde und daher der Rahmen eine ganz andere Ausrichtung braucht. Auch hinsichtlich des Gesamtgewichtes von über 16kg ist ein Verzicht auf zusätzliches Gewicht durch Federn sehr sinnvoll.

Schaltung / Bremsen

Das Fat Bike F@R von SE Bikes kommt mit der weitläufig bekannten und beliebten Shimano Deore 20-Gang-Schaltung, die wegen ihrer sauberen und fehlerfreien Schaltarbeit geschätzt wird. Auch an der straffen Kettenführung und direkten Gangwechseln merkt man sofort den Vorteil einer Qualitätsschaltung, die auch in schwerem Gelände nicht durcheinander kommt. Ein Umstand der gerade bei schnelleren Fahrten im Gelände wichtig ist, denn Schaltfehler und herausspringende Ketten können hier für sehr dumme Gesichter sorgen. Die mittlerweile weitläufig gebräuchlichen 160mm Scheibenbremsen - ebenfalls von Shimano - packen kräftig zu und lassen das Bike schnell anhalten.

Bereifung

Kommen wir zum Highlight des Fat Bike F@R von SE Bikes und sein individuelles Markenzeichen: Die 4,7 Zoll Bulldozer-Bereifung von Vee Tires. Die wirklich auffälligen Reifen hängen an extra leichten Cut Out Hohlkammerfelgen und sorgen aufgrund ihres hohen Querschnitts für größere Eigenfederung als durchschnittliche Reifen. Aus diesem Grund - und wegen des höheren Gewichts - sind keine Federungen verbaut, da das Bike sonst wie Pudding einfedern würde und gerade auf der Straße vermutlich kaum noch fahrbar wäre. Aber aufgrund der oben schon beschriebenen Rahmenanpassung kommt das Fat Bike F@R wie jedes andere gefederte Mountainbike daher. Die viel höhere Aufflagefläche der Reifen auf der Straße sorgen für extrem viel Grip. Das hat einerseits natürlich Vorteile, gerade für Leute die sehr ungern auf der Schnauze liegen, andererseits sorgt die größere Reibung für spürbar mehr Widerstand beim Fahren. Auch von Laufruhe kann bei dieser Bereifung absoult nicht die Rede sein, denn sie machen wirklich Lärm. Im Gelände allerdings zeigen die Bulldozer-Reifen ihren mächtigen Vorteil gegenüber anderen Reifen. Durch ihren höheren Grip und ihre starke Eigenfederung kann man schwieriges Gelände oft sehr viel weicher durchfahren als sonst. Auch bei feuchtem Untergrund zeigt sich ein klarer Vorteil, denn die breiten Reifen sinken nicht so tief ein wie ihre schmaleren Verwandten und reduzieren den Kraftaufwand hier erheblich. Auch Stecken bleibt man mit diesen Reifen wirklich genauso selten, wie man von kantigen Hindernissen abrutscht.

Fazit

Das Fat Bike F@R von SE Bikes ist ein sehr auffälliges und trendiges Mountainbike, das die Blicke wirklich überall auf sich zieht. Wer sich ein Bike zum Rumzeigen leisten will, der sollte vielleicht auf die etwas günstigere Variante zurückgreifen. Für das hier getestete Modell F@R muss der Käufer aktuell ca. 1.000 Euro hinlegen. Das Bike hat viele Vorteile aber auch Nachteile, weshalb man sich gut überlegen sollte, ob so ein Fahrrad tatsächlich das Richtige ist. Der klare Vorteil ist natürlich der extrem hohe Grip, der das Bike quasi auf der Straße kleben lässt. Großer Nachteil ist auch ganz klar: Man braucht einfach viel mehr Kraft beim Fahren, wegen der höheren Reibung der Reifen auf der Straße. Geht man mit dem Bike allerdings ins Gelände hat es eigentlich nur noch Vorteile, denn der Kraftaufwand ist hier genauso hoch wie bei jedem anderem Mountainbike auch und orientiert sich eher am Gelände als an den Reifen. Die Gängigkeit im Gelände ist unvergleichlich gut und sorgt für gutes Durchkommen. Wir waren trotz der paar Nachteile jedenfalls schwer beigeistert und empfehlen das Bike für geübte Fahrer und City-Poser mit gutem Gewissen weiter. Bewertung im Produkttest: sehr gut.